Skoliose
Idiopathische Skoliose, die ins Erwachsenenalter mitgenommen wurde, und degenerativ entstehende de-novo-Skoliose: unterschiedliche Probleme, unterschiedliche Lösungen.
Erwachsenenskoliose
Eine jugendliche Skoliose, die unbehandelt oder nach konservativer Therapie ins Erwachsenenalter mitgenommen wurde. Das Wachstum ist abgeschlossen, die Kurve prinzipiell stabil – kann sich aber langsam weiter verschlechtern (ca. 1°/Jahr bei Kurven >50°). Leitsymptom sind zunehmende Rückenschmerzen, seltener neurologische Symptome.
Im höheren Lebensalter neu entstehende Seitabweichung durch asymmetrischen Bandscheiben- und Wirbelgelenkverschleiß. Oft kombiniert mit Spinalkanalstenose und Instabilität. Leitsymptome: Rücken- und Beinschmerzen, Geh- und Standunsicherheit.
Bei Erwachsenenskoliose ist der Ansatz zunächst immer konservativ: strukturierte Physiotherapie (Schroth auch im Erwachsenenalter wirksam), Schmerztherapie, gezielte Injektionen. Eine Operation wird nur bei relevanter Progredienz, erheblicher Funktionseinschränkung oder neurologischen Ausfällen empfohlen – und ist in dieser Altersgruppe komplexer als bei Jugendlichen.
Operative Besonderheiten
Erwachsenen-Deformitätskorrekturen sind technisch anspruchsvoller, haben höhere Komplikationsraten und längere Rehabilitation als Adoleszenten-OPs. Risiko-Nutzen-Abwägung ist hier besonders sorgfältig vorzunehmen.
Häufige Fragen
„Muss ich operiert werden?" In den meisten Fällen: nein. Schmerzen, nicht der Winkel, sind der entscheidende Indikator für Therapiebedarf im Erwachsenenalter.
Wir schauen uns Ihre Situation genau an und besprechen realistische Optionen.
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