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Skoliose

Skoliose im
Erwachsenenalter.

Idiopathische Skoliose, die ins Erwachsenenalter mitgenommen wurde, und degenerativ entstehende de-novo-Skoliose: unterschiedliche Probleme, unterschiedliche Lösungen.

Zwei Typen – zwei Behandlungsstrategien.

Typ 1: Idiopathische Skoliose des Erwachsenen

Eine jugendliche Skoliose, die unbehandelt oder nach konservativer Therapie ins Erwachsenenalter mitgenommen wurde. Das Wachstum ist abgeschlossen, die Kurve prinzipiell stabil – kann sich aber langsam weiter verschlechtern (ca. 1°/Jahr bei Kurven >50°). Leitsymptom sind zunehmende Rückenschmerzen, seltener neurologische Symptome.

Typ 2: Degenerative de-novo-Skoliose

Im höheren Lebensalter neu entstehende Seitabweichung durch asymmetrischen Bandscheiben- und Wirbelgelenkverschleiß. Oft kombiniert mit Spinalkanalstenose und Instabilität. Leitsymptome: Rücken- und Beinschmerzen, Geh- und Standunsicherheit.

Behandlung

Bei Erwachsenenskoliose ist der Ansatz zunächst immer konservativ: strukturierte Physiotherapie (Schroth auch im Erwachsenenalter wirksam), Schmerztherapie, gezielte Injektionen. Eine Operation wird nur bei relevanter Progredienz, erheblicher Funktionseinschränkung oder neurologischen Ausfällen empfohlen – und ist in dieser Altersgruppe komplexer als bei Jugendlichen.

Operative Besonderheiten

Erwachsenen-Deformitätskorrekturen sind technisch anspruchsvoller, haben höhere Komplikationsraten und längere Rehabilitation als Adoleszenten-OPs. Risiko-Nutzen-Abwägung ist hier besonders sorgfältig vorzunehmen.

Häufige Fragen

„Muss ich operiert werden?" In den meisten Fällen: nein. Schmerzen, nicht der Winkel, sind der entscheidende Indikator für Therapiebedarf im Erwachsenenalter.

Beratung Erwachsenenskoliose.

Wir schauen uns Ihre Situation genau an und besprechen realistische Optionen.

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