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Skoliose · Wachstumslenkung

VBT –
Vertebral Body Tethering.

Die fusionslose wachstumslenkende Alternative zur Fusion bei ausgewählten Jugendlichen mit idiopathischer Skoliose.

Wachstumslenkung statt Versteifung.

Vertebral Body Tethering (VBT) ist ein fusionsloses Verfahren, bei dem ein flexibles Kabel auf der konvexen Seite der Skoliosekurve an den Wirbelkörpern befestigt wird. Durch asymmetrische Wachstumshemmung wird die Kurve während des verbleibenden Wachstums aktiv korrigiert.

Indikation – eng gefasst

  • Idiopathische Adoleszentenskoliose, Cobb 35–65°
  • Erhebliches Restwachstum (Risser 0–2, prämenarcheal oder kurz postmenarcheal)
  • Flexible Kurve (Bending-Röntgen)
  • Hauptsächlich thorakale Kurven (einstufig thorakal am besten untersucht)

VBT ist kein Allheilmittel: Die Indikation ist eng. Komplikationsraten (Kabelbruch, Überkorrektur) und Revisionsraten sind höher als bei der Standardfusion. Die Datenlage ist deutlich schmaler. Ehrliche Beratung bedeutet: VBT nur dort, wo es wirklich sinnvoll ist.

Technik

VBT wird thorakoskopisch (minimal-invasiv, 3–4 kleine Schnitte) durchgeführt. Die Schrauben werden in die Wirbelkörper eingebracht, ein Band auf der konvexen Seite gespannt – die Korrektur entsteht zum Teil sofort, zum Teil über das verbleibende Wachstum.

Ergebnisse

Bei korrekt ausgewählten Patienten zeigen Studien gute bis sehr gute Korrekturresultate mit Erhalt der Beweglichkeit. Langzeitdaten über 10+ Jahre fehlen noch. Revisionsoperationen (Nachspannung, Teilfusion) sind nicht selten.

Nachsorge

Engmaschige Nachsorge ist bei VBT essenziell: Röntgenkontrollen alle 4–6 Monate bis Wachstumsabschluss, danach jährlich.

VBT vs. Fusion

Fusion ist zuverlässiger und besser langzeitbelegt. VBT erhält die Beweglichkeit – aber nur wenn die Indikation passt. Beide Optionen werden in der Beratung gegenübergestellt.

VBT-Beratung.

Wir prüfen gemeinsam, ob VBT in Ihrer Situation eine sinnvolle Option ist.

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